Geleitet wurde der Workshop von Rolf S. Wolkenstein – Dokumentarfilmer, Produzent der Kult-Reihe VIVA Freestyle und erfahrener Filmemacher. Mit seinem Gespür für Rhythmus, Bildsprache und Authentizität vermittelte er den U20-Slam-Poetinnen und -Poeten praxisnah, worauf es bei der filmischen Umsetzung eigener Texte ankommt.
Vom Text zum Bild
Im Zentrum stand die kreative Übersetzung von Sprache in visuelle Erzählformen.
Wie kann ein Gedicht durch Kameraeinstellungen, Perspektiven oder Schnitt an Wirkung gewinnen?
Welche Rolle spielen Atmosphäre, Licht und Ort?
Und wie bleibt die persönliche Handschrift des Textes auch im Film spürbar?
Anhand konkreter Beispiele zeigte Rolf S. Wolkenstein, wie Bildkomposition und Textdramaturgie ineinandergreifen. Die Teilnehmenden entwickelten erste Ideen für eigene Poetry-Clips, experimentierten mit Inszenierungsmöglichkeiten und reflektierten, wie Stimme, Performance und filmische Mittel zusammenwirken.
Kreativer Perspektivwechsel
Für viele war es ein spannender Perspektivwechsel: Weg von der reinen Bühnenperformance, hin zur bewussten Gestaltung eines filmischen Raums. Der Workshop machte deutlich, dass ein Poetry-Clip mehr ist als eine aufgezeichnete Lesung – er ist eine eigenständige Kunstform, die Text, Bild und Rhythmus verbindet.
In inspirierender Atmosphäre des GRIPS-Podewil entstand so ein lebendiger Austausch über Ästhetik, Authentizität und Mut zur eigenen Vision.
Ein Workshop, der zeigte: Worte können nicht nur klingen – sie können leuchten, schneiden, fließen. Und sie können filmisch neue Räume erobern.

